Ash2Salt
Ash2Salt extracts commercial salts from high chlorine containing fly ashes

Ash2Salt

Bei der Ash2Salt-Technologie werden Handelssalze aus hoch chloridhaltigen Flugaschen extrahiert.

Dem Ash2Salt-Prozess gehen zwei Vorbehandlungsstufen voraus: In der ersten Stufe wird die Flugasche mit Wasser gewaschen. Dadurch entstehen gereinigte Asche und ein Sickerwasser, das hauptsächlich Chloridsalze und Schwermetalle enthält und in die zweite Stufe weitergeleitet wird.

In der zweiten Stufe werden Sulfide verwendet, um Schwermetalle aus dem Sickerwasser auszufällen. Die daraus resultierende chloridgesättigte Flüssigkeit wird dann dem Ash2Salt-Prozess zugeführt. Der Ash2Salt-Prozess trennt Calciumchlorid, Kaliumchlorid und Natriumchlorid durch den Einsatz eines einzelnen Verdampfers. Darüber hinaus wird das aus dem Verdampfer entnommene Wasser wieder zum ersten Waschschritt zurückgeführt.


Für eine Waschanlage für Flugasche ohne den Ash2Salz-Prozess bestehen folgende Einschränkungen:

  • Die Waschanlage braucht die Erlaubnis, große Mengen chloridhaltiger Abwässer einzuleiten
  • Der Chloridgehalt der Asche variiert je nach dem, was die Verbrennungsanlagen verbrennen. Das führt dazu, dass auch die Menge an Chloridabwasser, die abgeführt werden muss, schwankt.
  • Für das Waschen wird frisches Wasser benötigt

 

Die wichtigsten Vorteile des Ash2Salt-Prozesses sind:

  • Waschen von Flugasche ohne Abgabe von Chloriden
  • Hohe Toleranz für Schwankungen des Chloridgehalts in der Asche
  • Zusätzliche Einkommensquelle durch die Produktion von reinen Handelssalzen und Ammoniak
  • Rückgewinnung von Stickstoff und Kalium, die in der Düngemittelproduktion verwendet werden können
  • Kein Bedarf an Frischwasser, da beim Ash2Salt-Verfahren Deponiesickerwasser und Prozesswasser für das Waschen verwendet werden kann

Der patentierte Ash2Salt-Prozess von EasyMining ist einzigartig und kann Handelssalze aus hoch chloridhaltiger Flugasche extrahieren. Nach dem Waschen kann der Ascherückstand ohne Ausnahme für hohe Chloridgehalte deponiert oder als Industrierohstoff wiederverwendet werden.


Folgende Substanzen lassen sich mit dem Ash2Salt-Verfahren in kommerzieller Qualität extrahieren:

  • Kaliumchlorid (KCl)
  • Natriumchlorid (NaCl)
  • Calciumchlorid (CaCl2)
  • Wässrige Ammoniaklösung (NH3) oder Ammoniumsulfat ((NH4)2SO4)

 

Extrahiert Handelssalze aus hoch chloridhaltigen Flugaschen.


Hintergrund

Die Verbrennung ist eine in der kommunalen Abfallbehandlung gängige Methode, da hierdurch die Abfallmenge reduziert wird und zugleich Krankheitserreger und organische Verunreinigungen vernichtet werden, während sich Energie in Form von Wärme und/oder Elektrizität rückgewinnen lässt.  

Doch obwohl durch die Verbrennung das Volumen und die Masse des Abfalls erheblich reduziert werden, fallen Boden- und Flugasche in großen Mengen an. Die Flugasche wird in der Rauchgasreinigung der Verbrennungsanlage aufgefangen und anschließend meist auf einer Deponie oft als gefährlicher Abfall entsorgt. Das liegt an dem hohen Gehalt an wasserlöslichen Chloriden und Schwermetallen, die in der Flugasche enthalten sind. Wegen ihrer gefährlichen Eigenschaften ist die Flugasche teuer und problematisch zu handhaben.


Herausforderungen bei der Deponierung

Flugasche aus Schweden wird heute hauptsächlich auf speziell dafür errichteten Deponien oder in einem ehemaligen Kalksteinbergwerk in Norwegen gelagert. Die Deponierungs- und Lagerungsmöglichkeiten sind langfristig nicht nachhaltig, werden aber mangels attraktiver Alternativen vorübergehend in Kauf genommen.

Der hohe Chloridgehalt macht es (bei der derzeitigen Gesetzeslage) unmöglich, die Asche ohne eine ordnungsgemäße Vorbehandlung, bei der das Aussickern von Chloriden verhindert und die enthaltenen Schwermetalle stabilisiert werden, zu deponieren. Diese Vorbehandlung ist kostspielig, und heute sind überhaupt nur wenige Unternehmen zur Behandlung der Flugasche imstande. Rund 50 % der schwedischen Flugasche wird derzeit nach Norwegen exportiert.

Sehen Sie sich das Video über das Ash2Salt-Verfahren von EasyMining an (auf Englisch):

Christian Kabbe
Managing Director EasyMining Germany

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