Ash2Phos
Ash2Phos

Ash2Phos

Mit der Ash2Phos-Technologie von EasyMining werden Phosphor und andere Ressourcen aus verbranntem Klärschlamm rückgewonnen.

Durch das Ash2Phos-Verfahren kann die Schlammasche in einen Rohstoff für die Phosphor-Rückgewinnung umgewandelt werden, und damit Teil einer Kreislauflösung für das Phosphor-Management sein. Das Verfahren besteht aus drei Stufen: einer sauren Stufe, einer alkalischen Stufe (in der Zwischenprodukte hergestellt werden) und schließlich einer Umwandlungsstufe, in der die Zwischenprodukte zu Endprodukten verarbeitet werden.

Die wichtigsten dem Prozess zugeführten Stoffe sind

  • Asche aus verbranntem Klärschlamm
  • Säure (z.B. Salzsäure, HCl)
  • Kalk


Der Prozess besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden chemischen Reaktionen, die bei Raumtemperatur stattfinden (obgleich einer der Prozessschritte von einer Temperatur von 40°C profitieren kann). Es werden keine Druckbehälter oder außergewöhnliche Materialien für die Ausrüstung benötigt. 

Von Schlammasche zu Premium-Phosphaten


Hintergrund

Phosphatgestein ist der Hauptrohstoff für die Phosphatherstellung. Leider ist abbauwürdiges Phosphatgestein jedoch ein begrenzter, nicht erneuerbarer Rohstoff, der nur noch etwa 100 Jahre reichen dürfte. Große Mengen Phosphor landen in Düngemitteln und städtischen Abfällen – hauptsächlich in Klärschlamm und Schlachthofabfällen.

In der EU wird Phosphor zwar recycelt, doch in der Form, dass ca. 48 % des Klärschlamms auf Äckern verteilt werden. Der Vorteil daran ist, dass Phosphor wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird. Doch diese Vorgehensweise ist nicht unproblematisch. Klärschlamm kann Viren, Schwermetalle und andere Stoffe enthalten, die für die menschliche Gesundheit schädlich sind. Heute werden 27 % des Phosphors auf Deponien gelagert oder anderweitig verwendet, bei denen es nur selten zurückgewonnen wird. 25 % des Klärschlamms wird verbrannt, wobei die Asche hauptsächlich auf Deponien landet.


Hohe Phosphor-Konzentration

Asche aus der Monoverbrennung von Klärschlamm enthält hohe Konzentrationen an Phosphor (7–12 %), Eisen (10–15 %) und Aluminium (5–10 %), ist aber auch mit Schwermetallen wie Cadmium belastet. Der hohe Metallgehalt stellte bisher ein Hindernis für eine mögliche Nutzung der phosphatreichen Asche dar.

Jede Gesellschaft produziert Abwasser, so wird es immer sein. Angesichts dessen, dass die Reserven an Phosphatgestein endlich und unser Bedarf an Phosphor weiter anhält, wird die Gesellschaft in Zukunft auf das Phosphor-Recycling angewiesen sein.

EasyMining konzentriert sich auf die Schaffung von Stoffkreisläufen aus Abfall. Phosphor ist ein lebenswichtiges Element und ein zentraler Nährstoff für die Landwirtschaft. Über den Nahrungskreislauf gelangt Phosphor in den Klärschlamm. Der Klärschlamm kann auf landwirtschaftlich genutzte Flächen verteilt, zur Vererdung/-Kompostierung verwendet, auf Deponien gelagert oder verbrannt werden. Die Verbrennung wird heute hauptsächlich als Methode zur Reduzierung des zu deponierenden Abfalls eingesetzt, oder zur energetischen Verwertung mit anschliessender Beseitigung des Schlamms, wenn seine Qualität für andere Nutzungsoptionen zu schlecht ist oder Alternativrouten nicht verfügbar sind.


Fortlaufender Upscaling-Prozess

Der Phosphorgehalt von Asche aus der Klärschlammverbrennung ist hoch, und durch unser einzigartiges patentiertes Verfahren können wir aus der Asche saubere kommerzielle Phosphorprodukte herstellen. Zusätzlich zu Phosphor kann das Ash2Phos-Verfahren Fällungschemikalien zurückgewinnen und gleichzeitig effektiv Schwermetalle entfernen.

EasyMining arbeitet derzeit mit COWI als Engineering-Partner bei der Entwicklung der ersten Ash2Phos-Fabrik zusammen. Das Upscaling des Prozesses ist im Gange, und eine großtechnische Anlage in Südschweden befindet sich in Planung. Parallel dazu werden derzeit mehrere zusätzliche Anlagen in Europa mit verschiedenen Partnern vorbereitet. Dabei spielt Deutschland hinsichtlich Aschemengen und politischer Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle.


Sehen Sie sich das Video über das Ash2Phos-Verfahren von EasyMining an:

Christian Kabbe
Managing Director EasyMining Germany

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